Die Digitale Transformation führen

Die Digitale Transformation führen

Die Anforderungen an Unternehmen steigen stetig, daran haben wir uns bereits gewöhnt. Digitalisierung war vor einigen Jahren die neue Antwort darauf, wie man sich noch besser auf diese gestiegenen Erwartungen einstellen kann. Wir haben uns allerdings noch nicht daran gewöhnt, dass jetzt unsere Unternehmen von innen auf den Kopf gestellt werden. Denn die Digitalisierung kommt nicht bloß von außen dazu. Sie bedeutet nicht bloß, dass neue Technologien oder Anwendungen eingeführt werden. Digitalisierung bewirkt, dass sich Unternehmen im Kern, also in ihren Strukturen ändern müssen und ändern werden. Der Weg dieser Änderung heißt Digitale Transformation. Das ist die wichtigste Führungsaufgabe der nächsten Jahre.

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Die Digitale Transformation verbindet mit der Digitalisierung drei Ziele:

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  • maximale Fokussierung auf die Kunden
  • attraktivere Produkte und Services
  • Steigerung von Effizienz und Ertrag#

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Führungskräfte kommen dabei folgende Herausforderungen zu:

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  • Strukturen umbauen
  • die Menschen durch die Veränderung leiten
  • Kreativität und Innovation fördern

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Strukturen umbauen

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Die erste wesentliche Herausforderung sehen wir in der Frage: Wie können wir rasch auf die Dynamiken des Marktes reagieren und uns optimal aufstellen? Wie können wir in kürzester Zeit attraktive Services anbieten? Wer sind die Personen unter uns, die am besten verstehen, was die Kunden tatsächlich brauchen? Wie bringt man sie am besten dazu, ihr Wissen auch zu teilen? Letztlich braucht es auf allen Seiten mehr Agilität und Kreativität. Es reicht nicht aus, technisch raffinierte Produkte zu gestalten. Der Kundenwert soll hier im Vordergrund stehen. Prozesse müssen schonungslos aus der Kundenperspektive beleuchtet werden. Warum muss der Kunde wissen, wofür welche Abteilung zuständig ist und wofür nicht? Warum werden Entscheidungen oft tage- und wochenlang in der Organisation rauf- und runtereskaliert, bis letztlich niemand mehr weiß, worum es geht? Die aktuellen Schmerzen sind rasch identifiziert, aber Ansatzpunkte zu einer guten und dauerhaften Lösung sind oft schwer zu finden. Fertige Lösungen à la Spotify kursieren bald und machen im Nachhinein viel Sinn, sind aber im Normalfall kaum für eine „Copy and paste“-Implementierung geeignet.

Darüber hinaus ist auch der Umgang mit den technologischen Risiken ein wesentlicher Aspekt. In Zeiten von Cyber-Kriminalität und Datenschutz gilt es auch hier, sehr gut aufgestellt zu sein, um großen Schaden und hohe unvorhergesehen Kosten zu vermeiden.

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Die Menschen durch die Veränderung leiten

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Die Transformation als solche ist am schwierigsten zu bewerkstelligen. Es geht nicht darum, dass sich ein paar Mitarbeiter auf neue Rahmenbedingungen einstellen müssen. Es geht vielmehr um einen „mindset change“, das Bewusstsein muss verändert werden. Alles beginnt damit, dass die digitalen Grundkompetenzen im Unternehmen verbessert werden. Hier muss man vor allem auf die Führungskräfte achten. Viele von ihnen sind „Digital Immigrants“, die das Umstellen auf digitale Prozesse kaum mitvollziehen können, weil sie schlicht nicht gut genug Bescheid wissen. Hier sind umfassende Trainings-Initiativen zu starten, in die natürlich auch „normale“ Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einbezogen werden können.

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Kreativität und Innovation fördern

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Darüber hinaus ist es wichtig, bei allen Menschen im Unternehmen eine Offenheit für das Experimentieren zu entwickeln. Ausprobieren, auswerten, anpassen – hier braucht es mehr Mut, Schnelligkeit und viel Appetit auf Lernen. Gleichzeitig damit muss eine positive Fehlerkultur etabliert werden. Davon ist schon seit einigen Jahren die Rede, doch jetzt wird es wirklich ernst. Wenn man Fehler nicht als Information versteht sondern als Schaden, kommt man in der Digitalen Transformation keinen Schritt weiter. Ohne Experimentieren und positive Fehlerkultur kann man die Produktzyklen nicht verkürzen.

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Folgende Ansätze und Methoden sind passende Antworten für die beschriebenen  Herausforderungen:

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  • Design Thinking, Co-Creation, multi-disziplinäre Collaboration
  • Intensives Stakeholder Engagement und breite Vernetzung mit maximaler Offenheit
  • Lean Startup und Lean Management
  • Change- und Transformationsmanagement
  • Agile Organisationsmodelle
  • Selbst-Organisation und Selbst-Verantwortung
  • New Work Leadership#

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Für die Bewältigung der Anforderungen der Zukunft reicht es nicht mehr aus, nur die Führungsebenen in Sachen Führung und Management weiterzuentwickeln. Die gesamte Organisation muss lernen, sich laufend weiterzuentwickeln. Dann geht die Digitale Transformation schon fast von selbst.

Wir von CARMANN bieten ein kompaktes Online-Training zum Thema Digitale Transformation an. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

 

Martin Carmann

Autor: Martin Carmann

Martin Carmann ist der Gründer von CARMANN. Ihm ist es wichtig, anstehende Themen sehr rasch und im Kern zu erkennen, verständlich auf den Punkt zu bringen und klar anzusprechen. Aus vielen seiner Begegnungen mit Kunden entsteht eine intensive und langjährige Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Er teilt sein Wissen freigiebig und vorbehaltlos, die Unterstützung der Unternehmen „von innen heraus“ ist sein Credo.